Jeder achte Beschäftigte leidet unter Mobbing
Fast jeder achte Beschäftigte leidet oder litt bei seinem aktuellen Arbeitgeber schon einmal unter Mobbing. Das ergab eine repräsentative Studie des IFAK-Instituts. Die Folgen sind schlimm - für die Opfer, aber auch für die deutsche Wirtschaft.
Nach einer Studie des IFAK Instituts wurden 13 Prozent der Beschäftigten bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber schon einmal gemobbt. Mobbingopfern fällt der tägliche Gang zur Arbeit deutlich schwerer; die Gesundheit leidet. Sie haben fast doppelt so viele Fehltage wie nicht von Mobbing Betroffene (12,2 zu 6,5 Tage pro Jahr). Dies ergab eine bevölkerungsrepräsentative Befragung im Frühjahr 2008 unter 2.000 Erwerbstätigen ab 18 Jahren in Deutschland.
13 Prozent der Befragten (2007: 12 Prozent) wurden bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber schon einmal gemobbt. Besonders die ab 50-Jährigen haben Erfahrung mit Mobbing (20 Prozent; 2007: 16 Prozent). Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es nicht; auch spielt die berufliche Stellung der Beschäftigten keine Rolle.
Eines zeigt die Studie auch: Mobbingopfer gehen weniger motiviert zur Arbeit und sind auch häufiger krank. Sie fehlen im Büro doppelt so häufig wie Beschäftigte, die bei ihrem Unternehmen keine Mobbingerfahrung machen mussten (12,2 zu 6,5 Tage pro Jahr).
Mobbing hat viele Gesichter:
Im Rahmen der Studie wurde von den Betroffenen an erster Stelle das bewusste Vorenthalten von Informationen (63 Prozent) genannt, gleich gefolgt vom bewussten Schlechtmachen vor anderen Personen (62 Prozent). Über die Hälfte der Mobbingbetroffenen beklagte das Verbreiten von Lügen und Gerüchten (56 Prozent) und das bewusste „ins Messer laufen lassen“ (53 Prozent). Als weitere Formen dieses Psychoterrors gaben die Betroffenen Nichtbeachtetwerden (44 Prozent) und bewusstes Weiterleiten von Fehlinformationen (42 Prozent) an.IFAK
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